Abstraktionen

Um Anregungen für neue Wege zu erhalten, habe ich mich unter den Büchern zu diesem Thema umgesehen. Zunächst ist meine Wahl auf „Der eigene Blick“ von Robert Mertens gefallen. Darin werden Aufgaben und Anregungen gegeben, wie man seine persönliche fotografische Handschrift entwickelt. Es werden zahlreiche Themen aufgegriffen wie „Die richtigen Fragen stellen“, „Alles so schön bunt hier“ oder „Wieso fotografierst du?“. In Workshops werden dann Aufgaben dazu gestellt. Ich bin gespannt, was ich mit den Aufgaben anfangen kann. Meine Ergebnisse möchte ich hier vorstellen.

Im Workhsop „Unsichtbares sichtbar machen“ geht es darum, durch Abstraktion neue Motive zu finden.
Abstraktion sei eine Form des Neu-Sehens, der Neu-Schöpfung und eine Reduzierung der Darstellung auf das Wesentliche, wobei es in der Hand des Künstlers liege, was das Wesentliche ist. Durch diese Reduzierug ist der Betrachter gezwungen über das Bild nachzudenken, wodurch neue Gedanken und Assoziationen entstehen können – vorausgesetzt der Betrachter ist offen dafür.
In der Workshop-Aufgabe sollten aus bereits bestehenden Bildern per Ausschnitt neue abstrakte Bilder entstehen. Nicht alle Bilder, die ich ausgewählt habe sind Ausschnitte. Abstraktionen mache ich hin und wieder gern. Ich habe mich bei der Auswahl an den Vorschlägen für abstrakte Arbeitswesen orientiert: grafische Darstellung, Chaotische Motive, Unschärfen, Überbelichtungen, „Ganz-nah-dran“-Aufnahmen.
Mehrfachbelichtungen habe ich keine. Dafür habe ich bei meinen Abstraktionen in die Bearbeitungskistse gegriffen.

Ein Zaun, grafisch in schwarz-weiß

oder grafisch in Farbe als Schirm.

Chaos im Bild entsteht, wenn man im Stroh wühlt

oder Durcheinander mit etwas mehr Nachbearbeitung in unserem Garten.

Unscharf kann ich auch. Hier mussten unsere Sektgläser im Schrank herhalten.

Überbelichtet und Unscharf: Bäume im Regen.

oder nur überbelichtet: die Blätter unserer Amaryllis.

Ganz-nah-dran-Aufnahme incl. Verfremdung durch invertierte Farben. Ganz klar: meine Lampe

Es geht aber noch viel näher dran. Aber was ist das?

„In der Abstraktion geht es darum, die Realität zu verlassen und sich dem Spiel der Formen, Farben und Strukturen zu widmen“ (Mertens, S. 103)

Das trifft gut, was mich bewegt, wenn ich solche Bilder mache.

Zitate aus: Robert Mertens: Der eigene Blick. Rheinwerk Verlag, Bonn, 2016.

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2 thoughts on “Abstraktionen

  1. Robert Mertens mag ich auch … und Aufgaben auch immer wieder, weil sie einen vor Herausforderungen stellen, die man sich ohne die Aufgaben vermutlich nicht angetan hätte. Nicht immer ganz leicht sich darauf einzulassen, vor allem dann, wenn einem das Thema nicht wirklich so am Herzen liegt. Im Nachhinein lernt man aber viel wenn man gerade das tut.

    Der Zaun – das erste Bild und die Bäume im Regen gefallen mir besonders gut.

    Herzliche Grüße
    Birgit

    1. Ich hatte mir fest vorgenommen weitere Aufgaben aus dem Buch zu bearbeiten, aber bei mir dauert immer alles ein bisschen länger. Mache ich bestimmt noch 😀
      Und ja, das Regenbild gefällt mir auch am besten.
      Viele Grüße
      Claudia

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